FREEBOX

Eine Freebox ist ein öffentlicher Schrank, zu dem man Dinge bringen kann, die man selbst nicht mehr braucht, aber die zu schade sind, um sie wegzuwerfen. Denn vielleicht braucht ja gerade dieses eine Teil jemand anderes und muss es also nicht mehr kaufen – das nützt sowohl Menschen mit geringem Einkommen als auch der Umwelt, denn alles, was nicht neu produziert werden muss, spart Ressourcen und führt zu weniger CO2-Ausstoß.

Die Freebox ist einerseits ein Ort im Stadtviertel, an dem Umweltbewusstsein und Nachhaltigkeit gelebt wird, andererseits ein Treffpunkt von verantwortungsvollem und offenem nachbarschaftlichen Miteinander, denn hier gilt das Prinzip der Gleichheit und des niederschwelligen Zugangs für alle – unabhängig von Herkunft, Einkommen, Bildungshintergrund oder Geschlecht. 

Beratung

Wir unterstützen mit unserem Know-How Kommunen, Vereine  und andere Träger bei der Suche nach passenden Standorten für eine Freebox sowie nach diversen Finanzierungsmöglichkeiten. 

HErstellung

Eine Freebox wird regional im Köln-Bonner Raum handgefertigt.  Sie besteht aus sorgfältig recherchiertem und ausgewähltem Material, das äußerst stabil, wetterfest und damit auch langlebig und nachhaltig ist. Zu dem eingesetzten Material gehören vor allen brandschutzsichere Platten, maßgefertigte Gitterroste sowie Türen mit Plexiglas. 

Community building

Um Akzeptanz und Identifikation mit der Freebox  und eine Selbstverwaltung in der Nachbarschaft zu erhöhen, bieten wir vor und nach dem Aufbau spannende Community-Building-Workshops vor Ort an. Dazu gehören unterschiedliche Umweltbildungs-Aktionen, Bürgerrats-Simulationen, partizipative Kunst-Events oder Upcycling-Performances.  

Mit einer Freebox leisten Kommunen einen vielfältigen Beitrag zu den 17 UN-Nachhaltigkeitszielen (SDGs). Denn sie ist als  Gemeinschaftsgut (Common) ein sozio-kulturell belebter Ort im Viertel. Darüber hinaus dient sie der Abfallvermeidung im Sinne der europäischen Abfallrahmenrichtlinie und stellt ein Verfahren zur Wiederverwendung im Sinne des § 3 Abs. 21 Kreislaufwirtschaftsgesetz dar, bei dem „Erzeugnisse oder Bestandteile, die keine Abfälle sind, wieder für denselben Zweck verwendet werden, für den sie ursprünglich bestimmt waren“. 

FEEDBACK NACH EINEM JAHR NUTZUNG EINER FREEBOX IN BONN BAD GODESBERG durch Den Verein "Wir Unter der Godesburg":

- mindestens drei Bewohner*innen des Viertels kümmern sich fast täglich um die Box, obwohl sie keine Vereinsmitglieder sind. Sie sind darüber in die Kommunikation mit anderen Nachbar*innen gekommen

- eine Anwohnerin sagte einmal etwas Ähnliches wie: „Dieser Schrank ist mein Leben“

- in Zusammenhang mit dem Urban Gardening Projekt und den Vereinsveranstaltungen vor Ort hat sich der Platz an der Box v.a. in den Sommermonaten zu einem Ort des Zusammenkommens und der spontanen Begegnungen entwickelt

- v.a. am Anfang kamen Menschen aus ganz Bonn, um sich die Box anzusehen

- nach wie vor wird die Box sehr stark frequentiert

- die Box wird von Menschen aller sozioökonomischen, kulturellen und ethnischen Gruppen genutzt

- trotz einiger alltäglicher Nutzungsschwierigkeiten gibt es auch nach einem Jahr noch keinen schwerwiegenden Vandalismus und die Box hat noch keinerlei Schaden genommen.